Spitzenspiel der 2. Herren

Bericht von Torsten Göhring.


Mehr als nur ein Spiel - ein wunderbarer Abend - auch Weihnachtsmärchen genannt.

Tja, wo fange ich an? Das Matze seiner Frau zur verabredeten Treffpunktzeit noch die Altstadt von Höhenschönhausen bei einer Stadtrundfahrt zeigte, oder das Sven mit seinen unterwegs aufgelesenen Spielern schon eine Stunde vor Spielbeginn in der Sporthalle beim Gegner war, oder das der Trick Michael Lehmpuhl schon zehn Minuten früher zum Treffpunkt zu bestellen funktioniert hat, damit er pünktlich um 17:30 Uhr da war.

Ich fange mal anders an, noch viel früher - die letzten Punktspiele der 1. Mannschaft wurden seit einiger Zeit häufig von den Spielern der 2. Mannschaft, nicht nur durch Anwesenheit und guten Tipps in den Satzpausen, zum Sieg geführt.
Es wurde wie gewohnt auch Ersatz gespielt und dieses Jahr noch einiges mehr: Beim Spitzenspiel der 1. gegen Berliner Brauereien war fast die ganze 2. und noch viele weitere (nicht nur Spieler aus dem Verein) an einem Sonntag in der heimischen Sporthalle, um die 1. bei einem 9:7 Erfolg kräftig zu unterstützen.

An diesem Tag wurde eine Idee geboren. Zum Spitzenspiel der 2. Mannschaft wird die Halle des Gegners gestürmt und das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel erklärt. Gesagt getan, am gestrigen Abend bin ich aus dem staunen nicht mehr herausgekommen - von Lichtenberg/Marzahn sind doch tatsächlich folgende Sportfreunde nach Heiligensee gefahren: Torsten Starker, Nick Wenske mit Freundin, Frank Buschmann (welcher vom letzten Spiel der Eisbären noch so genannte Klatschhilfen, für mehr Lärm im Gepäck hatte), Michael Lehmpuhl, Stephan Jahn, die Frau (mit Kind im Bauch) von Mathias Richter, die Freundin und ein Freund von Robert Wittich und plötzlich stand auch noch Matze Dietrich (der Sohn von Ines) mit in der Halle. Als dann noch ein Kasten Bier in die Halle getragen wurde, könnt Ihr Euch vorstellen, wie die Truppe aus Heiligensee geschaut hat. Wir hatten also mehr Zuschauer mit, als Spieler.

Noch kurz etwas zur Anreise in das Dorf - nachdem wir Matze einen neuen Treffpunkt per Handy (eine große blaue Tankstelle) mitgeteilt haben, konnten wir zu Ulli düsen - welcher im Storchenhof stand und schon dachte er hätte sich mit der Uhrzeit vertan und sei zu früh da gewesen - um noch schnell Bier in ausreichender Menge zu kaufen. Mit 88 Km/h (GPS-Geschwindigkeit) durch die Stadt und 3 roten Ampeln, waren wir tatsächlich 15 Minuten vor Spielbeginn bereits umgezogen in der Halle. Erst da ist mir wieder aufgefallen, dass Michael Lehmpuhl wirklich keine Sporttasche mit hatte, wonach ich ihn als erstes gefragt hatte, als er bei mir zu Hause eingetroffen war - er spielt ja gar nicht mehr mit mir in einer Mannschaft - wie ungewohnt ;-)

So - genug der Einleitung, kommen wir zum Spiel.

Da Sven und Co. ja bereits früh in der Halle waren, konnten sie sich auch an nur einer Platte gut einspielen (mehr wurden für uns vom Gegner nicht zur Verfügung gestellt) und Matze und mir haben die 15 Minuten gereicht.

Doppel: hier haben wir an den letzten Trainingstagen einiges probiert, wir wollten doch unbedingt 2:1 in Führung gehen - Sven und ich spielten wie immer Doppel 1, da wir bisher 7:0 gespielt haben, wollte man die Senioren der Mannschaft nicht trennen. Neu waren Doppel 2 Nico und Matze, sowie Doppel 3 Robert und Ulli, welche als starkes Doppel 3 einen Punkt machen sollten. Es kam jedoch alles ganz anders ... beim einspielen sagte Sven bereits zu mir, er habe noch nie an blauen Tischen gespielt und hat kein gutes Gefühl dabei. Scherzhaft sagt ich noch zu ihm: "bist Du dann noch nervöser also sonst" - ja, war er - wir lagen im ersten Satz 0:6 hinten. Wir konnten uns zwar wieder herankämpfen, haben aber trotzdem den ersten Satz 12:14 verloren. Im zweiten Satz ging es wieder mit 0:4 los, jedoch gewannen wir diesmal mit 14:12 - also 1:1. Der dritte Satz sorgte schon zum zweiten Mal am Abend für Spannung, wir gewannen diesen 19:17 - die Halle tobte, nachdem Robert und Ulli inzwischen ihren ersten Satz 18:20 verloren hatten. Hier zeigt sich zum ersten Mal die Übermacht unserer Zuschauer - der Gegner wurde in Grund und Boden geklatscht, die Stimmung war einfach super. Nach der 2:1 Führung konnten Sven und ich locker den vierten Satz mit 11:6 gewinnen - wir hatten unseren ersten Punkt.
Robert und Ulli konnten in der Zwischenzeit mit einem 11:9 auf 1:1 ausgleichen, verloren jedoch leider den dritten Satz 10:12 und den vierten mit 8:11 - der Gegner konnte also auf 1:1 nach Punkten ausgleichen. Nico und Matze haben die ersten Sätze 10:12 und 7:11 verloren, wurden dann von Matze Dittrich und der ersten Mannschaft gut beraten, worauf sie die weiteren Sätze 11:9 und 11:8 gewinnen konnten - es kam also zum fünften Satz. Da die anderen beiden Doppel bereits fertig mitspielen waren, gab es vier weitere Lichtenberg 47 Zuschauer, welche lautstark am Spielgeschehen teilnehmen konnten. Mit dieser geballten Ladung an Power war der Gegner überfordert und verlor den fünften Satz - nach sehr starkem Spiel von Nico und Matze - mit 6:11. Wir konnten unseren Plan (wenn auch anders als gedacht) umsetzen und sind mit einer 2:1 Punkteführung aus den Doppeln gekommen.

Einzel: Sven hatte mit der Nummer 1 des Gegners einen für sein Spiel unangenehmen Gegner mit einer langen Noppe (Fein"t") auf der Rückhand. Noch durch die Stimmung vom 3er-Doppel angeheizt, konnte Sven seinen Gegner mit einem 11:3 im ersten Satz wahrlich deklassieren. Ab hier begann Heiligensee zaghaft die eigenen Spieler mit klatschen etwas zu unterstützen. Wenn auch nicht immer ganz sportlich, was zu einigen Diskussionen am Spielfeldrand führte. Hier konnte Nick wieder mit seiner liebevollen provokanten Art in gewohnter Weise glänzen, welcher dabei tatkräftig von Matze Dietrich unterstützt wurde. Im zweiten Satz wurde besagt Noppe gut eingesetzt und Sven verlor 9:11. Den dritten Satz konnte Sven 13:11 gewinnen, wurde dann jedoch im vierten Satz mit einem 6:11 vom Tisch geschickt. Dank der Zuschauer stand es im fünften Satz dann 10 beide und es brodelte schon langsam in der Halle. Unter tosendem Beifall konnte Sven den entscheidenden Satz dann 16:14 gewinnen - wir führten also 3:1. In meinem erstes Einzel, gegen die Nummer 2 von Heiligensee II, konnte ich im ersten Satz zwar gut mitspielen, habe anfangs auch einige Male geführt, jedoch den Satz mit 8:11 verloren. Zu diesem Zeitpunkt war die Sporthalle schon fest in unserer Hand ... in den weiteren Sätzen bin ich besser ins Spiel gekommen und konnte den immer wieder angreifenden Gegner durch gutes Blockspiel kontrollieren - was zu einem 11:7, 11:8 und 11:9 Satzsieg reichte - wir führten also mit der Mannschaft 4:1! Nun kam das (uns bekannte) sehr starke mittlere Paarkreuz des Gegners zum Zug. Robert konnte zwar einen Satz gewinnen, musste sich jedoch mit 8:11, 11:6, 8:11 und 8:11 geschlagen geben - es stand 4:2. Nico war am Anfang des ersten Satzes noch sehr nervös, er spielte gegen den stärksten Spieler der Liga (Bilanz: 10:0) im mittleren Paarkreuz und hat das im ersten Satz mit 2:11 auch deutlich zu spüren bekommen. Der zweite Satz lief mit 8:11 schon besser und ließ hoffen. Im dritten Satz war das Publikum wieder sehr stark und es wurde knapp, jedoch hat es am Ende nicht ganz gereicht - 10:12 schade. Der Gegner verkürzt damit auf 4:3. Als Matze die ersten beiden Sätze 8:11 verloren hatte, konnte ich nicht mehr auf der Bank sitzen, es stand im dritten Satz 11 beide, dann 13 beide, dann 15 beide und wir waren alle am ausflippen, was sich mit roten Händen vom klatschen bemerkbar machte. Matze konnte diesen Satz dadurch 17:15 gewinnen. Heiligensee puschte nun auch wo es ging, wenn sie natürlich gegen unseren Fans auch nicht den Hauch einer Chance hatten, so musste sich Matze leider im vierten Satz mit 5:11 geschlagen geben - der Gegner konnte auf 4:4 ausgleichen. Nun lag unsere Hoffnung bei Ulli, welcher seit einiger Zeit mit einer verletzen Schulter unter Schmerzen spielt - Hut ab, Respekt. Sein Gegner zählt auch zu den stärksten der Liga im unteren Paarkreuz. (Bilanz: 8:1, davon 3 Siege im mittleren Paarkreuz) Den ersten Satz braucht Ulli eigentlich immer zum warm werden, konnte diesen jedoch cool 11:7 gewinnen - was Zuschauer so bewirken. Im zweiten Satz wurde es wieder spannend - 10 beide, jedoch mit einem besseren Ende für den Gegner, welcher nun gut ins Spiel gefunden hat, daher hat Ulli 10:12 verloren. Auch der dritte Satz ging mit 5:11 verloren - guter Rat war gefragt und hat auch geholfen. Der vierte Satz konnte mit 11:7 gewonnen und im fünften Satz sogar eine 9:6 Führung erarbeitet werden. Natürlich wieder Dank dem super Publikum. Tja, dann würde ich das 9:9 auf die Verletzung schieben wollen. Nach der Auszeit von Ulli machte der Gegner eine Krücke und könnte den Satz mit einem guten Schuss zum 9:11 gegen uns zumachen. Wir lagen also nach einer 4:1 Führung plötzlich mit 4:5 Punkten hinten und brauchten Unterstützung. Diese wurde sofort von der 1. Mannschaft und unseren Fans durch noch mehr Stimmung gegeben - unglaublich. Wie in einem Rausch spielte ich dann gegen die Nummer 1 vom Gegner und hatte zu keinem Zeitpunkt im Spiel das Gefühl verlieren zu können.
Ich hatte ja die ganze Halle in meinem Rücken, so konnte ich in einem schönen Spiel - mit wirklich tollen Ballwechseln - mit 11:9, 11:8, 11:8 für den 5:5 Ausgleich sorgen. In der Zeit hat Sven seinen ersten Satz in seinem zweiten Einzel 11:9 gewonnen und den zweiten Satz etwas unglücklich mit 13:15 verloren. Als der dritte Satz mit 8:11 weg ging puschte die Lichtenberg Fan-Gruppe noch mehr, was kaum noch möglich war. Der vierte Satz wurde von Sven darauf mit 11:9 gewonnen und es kam wieder mal zu einem spannenden fünften Satz. Der Start lief besser für den Gegner, welcher leicht in Führung ging, dann wurde Sven wieder stärken und führte die ganze Zeit mit einigen Punkte. Zum Ende wurde es wieder knapp und es stand plötzlich 9:9 - da saß von den Zuschauern keiner mehr auf der Bank - unter einem, wie ich ihn bis zu diesem Zeitpunk noch nicht erlebten Beifall in der Halle erlebt habe, hat Sven dann 11:9 gewonnen und wir sind mit 6:5 wieder in Führung gegangen. Durch Nicos erstes Einzel war er nun super eingespielt und na klar, auch mega motiviert. Da die Stimmung in der Halle nun nicht mehr zu toppen war, hat Nico frei aufspielen können - was zu einem hervorragenden 11:8,
11:8 und 11:7 Sieg und damit zur 7:5 Führung für uns führte. Nun war es an Robert sein bestes - wie ich fand - bis dato gespieltes Tischtennis gegen den sehr starken Herrn Seiler in seinem zweiten Einzel zu zeigen. Der erste Satz ging mit 10:12 verloren, dafür konnte der zweite Satz mit 12:10 gewonnen werden. Im dritten Satz lief es nicht ganz so gut, dieser wurde mit 8:11 verloren. Nun kam die Coaching-Stunde von Matze Dietrich, mit einem Satz den ich wohl nie vergessen werde: "Hör zu, wenn ich sage Timeout dann kommst Du zu mir, egal wie es steht und wenn es 0:0 steht, Du kommst zu mir". Davon beeindruckt und durch einige weitere taktische "Anweisungen" hat Robert den guten Herrn Seiler darauf mit einem 11:4 vom Tisch gefegt. Also wieder ein fünfter Satz, die Spannung war kaum noch auszuhalten. Und dann ein ewiges hin und her mit den Punkten, es war nicht abzusehen wer gewinnen würde. Natürlich stand es dann 10 beide und wie sollte es anders sein: 11 beide, 12 beide 13 beide, 14 beide - wir sind als Zuschauer fast wahnsinnig geworden. Wie bereits gesagt, Robert spielte echt klasse - musste sich jedoch leider im fünften Satz mit 14:16 geschlagen geben - es stand nun 7:6 für uns. Jetzt kommt Ullis große Stunde in seinem zweiten Einzel. Den ersten Satz konnte er mit 11:4 gewinnen, verlor jedoch den zweiten Satz mit 3:11, um dann wieder im dritten Satz mit 11:6 zu gewinnen und im vierten Satz mit 7:11 zu verlieren. Also wieder ein Spiel über fünf Sätze. Mir taten vom drücken schon die Daumen weh, hier war doch noch mehr drin. Und richtig, unter nicht aufhörendem Applaus gewann Ulli den fünften Satz mit 11:6 und wir hatten bereits unseren achten Punkt zum 8:6 - somit hatten wir als Tabellen Zweiter dem Tabellenführer mindestens ein Unentschieden abgerungen. Als nun Matze seinen ersten Satz im zweiten Einzel mit 11:6 gewinnen konnten, war die Hoffnung auf mehr natürlich groß. Der zweite Satz ging jedoch tragisch mit 10:12 verloren und die beiden weiteren leider auch mit
6:11 und 8:11 - es stand also 8:7 vor dem letzten Doppel.

Schlussdoppel: Da Nico und Matze gegen dieses Doppel mit 3:2 Sätzen gewonnen haben, war die Erwartung an Sven und mich als unser Doppel eins natürlich hoch, gefälligst zu gewinnen und damit unserer Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Doch wir beide taten uns wesentlich schwerer als gedacht, nach einem 0:4 Start gaben wir den ersten Satz mit 9:11 ab - da wurde es zwischenzeitlich etwas ruhiger in der Halle - Konzentration war gefragt und mit dieser konnten wir den zweiten Satz mit 11:9 gewinnen. Doch auch im dritten Satz starteten wir wieder mit einem 0:4, in dieser Konstellation standen wir einfach schlechter und das Spiel lief an uns vorbei - so mussten wir uns 7:11 geschlagen geben. In der Satzpause ging plötzlich das Licht in der Halle aus - was ich erst für einen Spaß hielt, entpuppte sich als ernsthaftes Problem.
Der Saubermann wollte putzen und dabei störten wir ihn halt mit unserem Spiel. Nach einigem hin und her ging das Licht wieder an und wir spielten den vierten Satz, wieder mit einem schlechten Start - wir lagen sogar 6:8 hinten, nachdem im Spiel wieder mal das Licht ausgeschaltet wurde und ich mich bereits anfing sehr darüber zu ärgern. Das hat geholfen, mit ein paar guten Angriffsbällen gingen wir 10:8 in Führung und haben den vierten Satz dann mit 11:9 gewonnen. Also wieder ein Spiel über fünf Sätze - dachten wir, denn zu Beginn des Satzes ging wieder das Licht aus und blieb auch aus. Es war stockdunkel und die ersten Banden sind durch die umherlaufenden Menschen umgefallen - es entstand eine art Panik, worauf ein Spieler wild brüllend aus der Halle rannte und den Putzmann energisch beschimpfte, welcher darauf den Hauswart holte. Ich fühlte mich wie Asterix bei den Galliern, nachdem jemand einen Fisch geworfen hat. Mit ein wenig Licht (danke an die Raucher und Ihre Feuerzeuge) fand ich meine Sporttasche und bin erstmal duschen gegangen. Der Hausmeister drohte uns noch mit der Polizei, wenn wir nicht augenblicklich die Halle verlassen würden ... Spielabbruch mit einem 9:7 Sieg für uns, damit hätte vor dem Spiel wohl wirklich keiner gerechnet...

Nach dem Spiel waren 16 Leute der Meinung, dass das nun ein guter Moment währe zusammen etwas essen zu gehen. Mit fünf Autos führen wir in alle Richtungen, nur nicht zu dem uns vom Gegner empfohlenen Restaurant. Einige hatten sich bereits vor der Halle wieder beruhigt und waren in der tat sehr freundlich beim verabschieden. Mit einigen Telefonaten und wieder einsammeln der verloren gegangenen Autos fanden wir uns ALLE bei einem gemütlichen Italiener auf der Ruppiner-Chaussee ein. Die erste und zweite Mannschaft mit weiteren Gästen an einem Tisch, daran währe vor einem Jahr nicht zu denken gewesen - ich hatte wahre Glücksgefühle in mir. Als nach einer langen Wartezeit jeder ein Getränk hatte, stand ich auf, erhob mein Glas um mich bei allen fürs kommen zu bedanken und begrüßte das Restaurant mit einem kräftigen "Sport" und alle weiteren Tischgäste mit einem noch kräftigerem einstimmigen "Frei", worauf alle anderen Gäste verstummten - auch das Restaurant war nun in unserer Hand. Für die lange Wartezeit wurden wir mit einem reichhaltigen, sehr wohl schmeckenden Mahl belohnt - wenn es nicht so weit weg währe, sollte man da öfter mal hin. Als der Kellner etwas angefangen hat zu drängeln, stellten wir fest wie schnell die Zeit vergangen war. Vor der Tür wollten wir uns gerade verabschieden, als uns zum zweiten Mal plötzlich das Licht ausgemacht wurde und wir um 00:30 Uhr im Dunkeln standen. Scherzhaft wurde darauf vorgeschlagen unseren Gegner im Rückspiel bei uns statt mit einem "Sport, Frei" lieber mit einem "Licht, Aus" zu begrüßen und dieses dann auch kurzzeitig auszuschalten, was zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hat. Dieser Abend hat sicherlich sehr zum Zusammenhalt beigetragen, genauso wie das vor kurzem stattgefundene Freundschaftsspiel zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, welches die erste 9:5 gewonnen hat.

Auf dem Weg nach Hause startete wieder eine Kolonne mit fünf Autos zu ein paar interessanten Fahrmanövern, auch das hat noch mal gezeigt, dass der Abend für alle ein Erlebnis war. Kurz hinter Pankow bin ich etwas zügig auf eine Kreuzung mit ausgeschalteter Ampel zugefahren, auf welcher ich Vorfahrt zu beachten hatte - ich war halt immer noch super gelaunt und die 4 Bier mit Brause haben bestimmt auch ihren Teil dazu beigetragen. Na ja, der Polizeiwagen von links dachte bestimmt ich nehme ihm die Vorfahrt, was ich nicht vorhatte. Brav führ ich mit 55 Km/h weiter, jedoch nicht lange - die allgemeine Fahrzeugkontrolle folgte kurzfristig. Papiere waren ok, bitte aussteigen - Herr Göhring haben Sie Alkohol getrunken? Ja, zwei Bier jedoch mit Brause. Haben sie etwas gegen eine Kontrolle einzuwenden? Nein, natürlich nicht. Na dann packen sie das Mundstück mal bitte aus und stecken es kräftig hier rein. Zwischenfrage. Haben die anderen auch alle etwas getrunken? (das Auto war ja mit 5 Personen voll besetzt) Ja, wir waren nach dem Sport essen und haben alle 2 Bier getrunken, meinst mit Brause. Endlich war das Kontrollgerät einsatzbereit - ich wolle mir schon eine Jacke aus dem Auto holen als der Piepton kam. Bitte kräftig ausatmen, bis der Piepton aufhört. Gesagt getan und ein trauriger Blick vom Polizisten, die Eieruhr hat nur 0,15 angezeigt - war aber ebenso spannend, wie die Spiele über fünf Sätze ;-)

MfG
Tommy

PS: ich habe an diesem Bericht über fünf Stunden geschrieben und hoffe er hat Euch gefallen :-)