Geschichte

Am 24.04.1947 wurde von Mitgliedern der kommunalen Sportgruppe Lichtenberg Nord der SC Lichtenberg 47 gegründet und von den vier Besatzungsmächten genehmigt. Das Antragsformular musste in vier Sprachen ausgefüllt werden und war stattliche 1,20 m lang. Anfang der 60er Jahre wurde der Verein dem "Trägerbetrieb" Elektroprojekt und Anlagenbau Berlin unterstellt und erhielt den Namen BSG EAB Lichtenberg 47. Auch wenn das sportliche Angebot des Vereines haupsächlich den Mitarbeitern des "Trägerbetriebes" und ihren Familien zur Verfügung stehen sollte, konnte jederman Mitglied des Vereines werden und es entwickelte sich in den Folgejahren ein Mehrsparten-Sportverein mit zeitweise mehr als 2000 Mitgliedern.

1972 wurde die Abteilung Tischtennis gegründet. Zuerst in Lichtenberg beheimatet gehörten die Tischtennisspieler und -spielerinnen des Vereines Mitte der siebziger Jahre zu den Mitbegründern der Tischtennisszene in dem neu entstandenen Stadtbezirk Marzahn. Schon mit Gründung der Abt. Tischtennis wurde dem Kinder- und Jugendsport große Aufmerksamkeit gewidmet. Da in Marzahn überwiegend junge Familien mit Kindern ein neues zu Hause fanden, konnten viele Mädchen und Jungen für unseren Sport begeistert und erste Erfolge erzielt werden. Die Damen-, Herren- und Nachwuchsmannschaften spielten in den oberen Ligen des Ost-Berliner Verbandes. Bei den Jungen und Schülern gab es mehrere SK 1 Spieler und zwei Spieler wurden als "Gastspieler" mit der Mannschaft der BSG EKB Köpenick Vize- DDR Meister.

Die "Wende" brachte nicht nur politische und wirtschaftliche Veränderungen mit sich, sondern stellte auch die Sportvereine im Osten vor eine neue Situation. So bedurfte es einiger Anstrengungen, beim Amtsgericht die Anerkennung als e.V zu erlangen. Auf der Mitgliederversammlung am 05.07.1990 konnte dann aber die neuerliche Umbenennung in SV Lichtenberg 47 e.V. beschlossen werden.

Auch wenn zu Beginn der 90er Jahre ein erheblicher Rückgang der Mitgliederzahl zu verzeichnen war, wurde unter der Leitung gut ausgebildeter Trainer und Übungsleiter weiter eifrig trainiert. Die Spielstärken unserer Damen- und Herrenmannschaften reichten zwar nicht aus, um in den höheren Klassen des BTTV bestehen zu können, aber unsere Nachwuchsarbeit brachte dennoch einige Ranglistenspieler/innen und mit Conny Heller sogar eine Bundesligaspielerin hervor. Das Erreichen des 2. Platzes bei den Norddeutschen und des 7. Platzes bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften durch die Mädchenmannschaft im Jahr 1994 und der 2. Platz der Jungenmannschaft beim Pokal 2001 sind weitere gute Leistungen unseres Nachwuchses.